Tauchscooter sind akkubetrieben oder mit Verbrennungsmotor erhältlich. Die akkubetriebenen Varianten versorgen einen Elektromotor mit Energie. Tauchscooter mit Verbrennungsmotor dürfen aus Umweltschutzgründen nicht überall eingesetzt werden. Des Weiteren erzielen die Tauchscooter nicht die Tauchtiefe, die eine akkuberiebene Variante schaffen kann. Ein akkubetriebener Tauchscooter kann wiederum nicht die Reichweite erreichen, die eine Variante mit Verbrennungsmotor erzielen kann. Akkubetriebene Varianten sind dennoch beliebt, denn sie sind geräuscharm, können in vielen Gewässern genutzt werden und schaffen eine gute Tauchtiefe.
 
Im Handel sind zwei unterschiedliche Akkuvarianten erhältlich. Der interessierte Käufer hat die Wahl zwischen einem Gerät mit Blei-Gel-Akku und einem Tauchscooter mit Lithium-Ionen-Akku. Die Unterschiede dieser beiden Akkuvarianten werden nachfolgend erläutert.

 

1.0 Blei-Gel-Akku

Der Blei-Gel-Akku besteht aus zwei Bleiplatten, die als Elektroden fungieren. Als Elektrolyt des Akkus wird eine Schwefelsäure genutzt, die durch Kieselsäure gebunden wird und so zu einem Gel-Elektrolyten wird. Die Außenhaut der Blei-Gel-Akkus ist säurefest. Die Blei-Gel-Akkus für einen Elektroscooter besitzen eine geschlossene Bauform und sind in der Regel gut zu transportieren.

1.1 Blei-Gel vs. Lithium-Ionen

Gegenüber Lithium-Ionen-Akkus haben die Blei-Gel-Varianten allerdings einige Nachteile. Die Akkus besitzen, im Vergleich zu den Lithium-Ionen-Varianten identischer Kapazität, ein hohes Gewicht. Des Weiteren sind die Blei-Komponenten in dem Akku nicht umweltfreundlich. Ein weiteres Manko ist der Memory-Effekt, der bei Blei-Gel-Akkus auftreten kann. Memory-Effekt beschreibt eine Auswirkung, bei der Akkus die vollständige Ladekapazität nicht mehr erreichen können. Der Memory-Effekt tritt bei häufiger Teilentladung auf. Lithium-Ionen-Akkus besitzen diesen Memory-Effekt nicht und kommen mit Teilentladungen zurecht. Lediglich eine Tiefentladung sollte mit Lithium-Ionen-Akkus nicht erfolgen.

 

2.0 Lithium-Ionen-Akku

Häufig sind Lithium-Mangan-Akkus in akkubetriebenen Tauchscootern zu finden. Der Ladungszustand der Lithium-Mangan-Akkus sollte alle 6 Monate überprüft und gegebenenfalls wieder auf bis zu 75 % angepasst werden. Die Akkus dürfen nicht unterhalb des Gefrierpunktes gelagert werden. Die optimale Lagerungstemperatur liegt bei 15 °C.

2.1 Vorteile der Lithium-Ionen

Der Lithium-Ionen-Akku ist nicht nur leichter als die Blei-Gel-Variante, sondern besitzt zudem eine hohe Leistungsdichte. Durch den fehlenden Memory-Effekt besitzen Lithium-Ionen-Akkus in der Regel eine lange Lebensdauer.

2.2 Nachteile der Lithium-Ionen

Lithium-Ionen-Akkus neigen zur Selbstentladung bei höheren Temperaturen und dürfen nicht tiefenentladen werden. Des Weiteren sollten die Akkus nicht ständig bei 100 % Ladung gehalten werden, sondern bei längerer Lagerung eine Ladung zwischen 50 und 75 % aufweisen.

 

3.0 Ladezustand

Wem der Ladezustand des Akkus nicht unvermittelt angezeigt wird, der kann den Ladezustand auch direkt über den Tauchscooter ermitteln. Dazu sollte nach der Initialisierung des Scooters eine Schubkraft von 100 % eingestellt werden. Die restliche Fahrzeit wird dann in der Regel angezeigt. Gibt der Hersteller nun vor, dass mit einer vollständigen Akkuladung bei einer Schubkraft von 100 % eine Fahrzeit von 60 Minuten erzielt werden kann, ist so die Ermittlung des Ladezustandes möglich. Wird eine restliche Fahrzeit von 45 Minuten angezeigt, dann ist der Akku zu 75 % geladen. Eine Akkuladung von 55 % kann entsprechend ermittelt werden. Der Akku-Wechsel sollte durch einen Fachmann erfolgen.

Akkuarten des Tauchscooters
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Akkuarten des Tauchscooters

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